Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2015 Zug ]

(Cercle Indicateurs)

Potenziell verlorene Lebensjahre ( Kantone · Gesellschaft · G3: Gesundheit )

Für alle Todesfälle vor 70 Jahren: Summe der Differenzen zwischen dem Alter 70 und dem Alter, in dem die jeweiligen Personen verstorben sind, geteilt durch die Einwohnerzahl (ständige Wohnbevölkerung). Der Wert wird für 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner standardisiert und basiert auf der demographischen Struktur der europäischen Standardbevölkerung. Die Altersgrenze von 70 Jahren entspricht der Definition der OECD und ermöglicht somit internationale Vergleiche.
Die vorzeitige Sterblichkeit umfasst sämtliche Faktoren, welche die Gesundheit beeinträchtigen und zum frühzeitigen Tod führen, z. B. chronische und akute Krankheiten oder Folgen von Unfällen. Sie beinhaltet auch die Todesfälle, die vermeidbar wären durch das individuelle Verhalten, Gesundheitsförderungs- und Präventionsmassnahmen sowie den medizinischen Fortschritt. Die potenziell verlorenen Lebensjahre durch frühzeitige Todesfälle weisen somit auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung hin.
Die Daten der Kantone mit geringer Bevölkerungszahl können von Jahr zu Jahr grossen Schwankungen unterliegen (da Todesfälle von unter 70-Jährigen ziemlich selten sind). Diese Werte sind deshalb mit Vorsicht zu interpretieren.

Die Gesundheit ist ein zentraler Faktor der Lebensqualität. Dazu gehören der Schutz und die Förderung der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit. Von Bedeutung sind auch die Krankheitsprävention, der Einbezug aller Personen in die Gesundheitsförderung sowie der Abbau von gesundheitlichen Ungleichheiten. Eine gesunde Bevölkerung hat eine hohe Bedeutung für eine leistungsfähige Wirtschaft. Die Kosten für eine umfassende Gesundheitsversorgung guter Qualität sind hingegen insbesondere Personen mit einem tiefen Einkommen häufig schwer tragbar. Die durch Umweltverschmutzung bedingten Gesundheitsgefährdungen müssen reduziert werden.

Letzter Stand: 1637219903