Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2015 Luzern ]

(Cercle Indicateurs)

Steuerpflichtige mit niedrigem Einkommen ( Kantone · Gesellschaft · G5: Einkommens- / Vermögensverteilung )

Anteil Steuerpflichtige mit steuerbarem Einkommen zwischen dem minimalen steuerbaren Einkommen* und CHF 30'000 pro Jahr. Das steuerbare Einkommen ist das Total der zu versteuernden Einkünfte vermindert um alle Abzüge (inkl. Sozialabzüge) und steuerfreien Beträge.
* für die direkte Bundessteuer.
Der Anteil der Personen, die über ein vergleichsweise niedriges Einkommen verfügen, weist auf materielle Ungleichheiten in einer Gesellschaft hin. Die Einkommensverteilung kann anhand des Anteils an Steuerpflichtigen mit einem Einkommen unter einer vorgegebenen Schwelle gemessen werden. Die Schwelle von CHF 30'000 steuerbares Einkommen pro Jahr wird aus erhebungstechnischen Gründen gewählt. Das klassische Mass zur Messung von Einkommensungleichheiten wäre der Gini-Koeffizient. Er liegt jedoch auf kantonaler und städtischer Ebene nicht überall vor.
Das für die direkte Bundessteuer ausschlaggebende Steuereinkommen wird in der ganzen Schweiz nach denselben Kriterien berechnet. Interkantonale Vergleiche sind demnach möglich.

Kontextuelle Angaben
Es gilt zu beachten, dass die Personen mit niedrigstem Einkommen, die quellenbesteuerten Personen und die Sonderfälle (Teil-Besteuerung, Pauschalbesteuerung nach Aufwand) beim Indikator nicht berücksichtigt werden.
Überdies muss ebenfalls dem Umstand Rechnung getragen werden, dass für steuerpflichtige Personen mit tiefen Einkommen die Lebenshaltungskosten und vor allem das Mietzinsniveau die Möglichkeit beeinflussen, sich in einer Gemeinde nieder zu lassen. Ein geringer Prozentsatz steuerpflichtiger Personen mit tiefen Einkommen kann somit auch auf die hohen Lebenshaltungskosten zurückgeführt werden.

Eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung zwischen den Gesellschaftsmitgliedern trägt zur Solidarität und Chancengleichheit bei. So kann eine grosse Ungleichheit von Einkommen und Vermögen den sozialen Zusammenhalt gefährden. Zur gerechten Einkommensverteilung gehören angemessene Löhne, welche den alltäglichen Lebensunterhalt und die langfristige materielle Existenzsicherung ermöglichen.

Letzter Stand: 1638453927