Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2007 Luzern ]

(Cercle Indicateurs)

Index der Steuerausschöpfung ( Kantone · Wirtschaft · W11: Steuern )

Der Index der Steuerausschöpfung entspricht dem Verhältnis zwischen den Steuereinnahmen eines Kantons und dessen Ressourcenpotenzial. Er zeigt die steuerliche Ausschöpfung des Kantons im Verhältnis zum Ausschöpfungspotenzial. Somit geht aus diesem Index hervor, in welchem Ausmass die steuerlich ausschöpfbare Wertschöpfung der natürlichen und juristischen Personen eines Kantons effektiv durch Fiskalabgaben belastet wird.

Der Index der Steuerausschöpfung kann auf die gleiche Weise interpretiert werden wie die Fiskalquote auf gesamtschweizerischer Ebene (Steuereinnahmen im Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistung – BIP).

Weil das Steuersubstrat von Jahr zu Jahr stark variiert, wird ein dreijähriger Durchschnitt verwendet, um ein verlässlicheres Resultat zu erhalten. Beispiel: Für das Referenzjahr 2011 beruht der Index auf dem Durchschnitt der Steuereinnahmen des Kantons von 2005 bis 2007 sowie auf dem Durchschnitt der aggregierten Steuerbemessungsgrundlage der Jahre 2005 bis 2007.
Der Index der Steuerausschöpfung zeigt im kantonalen Vergleich, wie stark die Steuerpflichtigen durch Steuerabgaben belastet werden. Er zeigt das Verhältnis zwischen den Fiskalabgaben und dem Ressourcenpotenzial (wirtschaftliches Potenzial der Steuerpflichtigen, das die Wirtschaftskraft der Kantone ausmacht). Je höher der Indexwert ist, umso höher ist die Steuerbelastung im Vergleich zu allen Kantonen. Der Indikator fokussiert ausschliesslich auf die Attraktivität, die durch tiefe Steuern entsteht. Die Problematik der Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen wird nicht berücksichtigt.
Interkantonale Vergleiche sind möglich.
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist der grosse zeitliche Abstand, in dem die Daten veröffentlicht werden, zu berücksichtigen.

Die Steuern sind in zweifacher Hinsicht wichtig: Einerseits tragen niedrige Steuern für Unternehmen und Private zur Standortattraktivität bei. Ausserdem bleiben bei einer geringen Steuerbelastung der Einkommen mehr Möglichkeiten zur Deckung anderer Bedürfnisse. Andererseits ermöglichen Steuereinnahmen öffentliche Dienstleistungen, von welchen wiederum die Haushalte und die Unternehmen profitieren. Auch hohe Steuererträge können somit die Entwicklungsfähigkeit einer Region positiv beeinflussen. Im Sinne der nachhaltigen Entwicklung muss das Verhältnis optimiert werden zwischen der Steuerbelastung und der Fähigkeit des Staates, eine gerechte Güterumverteilung zu gewährleisten.

Letzter Stand: 1638453916