Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2005 Wallis ]

(Cercle Indicateurs)

Überbaute Fläche ( Kantone · Umwelt · U9: Bodenverbrauch )

Summe genutzter Flächen für Bauten und Anlagen in m² pro Einwohner/in (mittlere Wohnbevölkerung).

Es werden folgende Flächen aus der Kategorie „Siedlungsflächen“ der Arealstatistik berücksichtigt:

- „Industrie- und Gewerbeareal“
- „Gebäudeareal“
- „Verkehrsflächen“
- „Besondere Siedlungsflächen“
(= Siedlungsflächen abzüglich „Erholungs- und Grünanlagen“).

Für eine detaillierte Liste der Siedlungsflächen vgl. Arealstatistik 2004/09.
Die überbauten Flächen gehen zu Lasten von naturnahen Landschaften und Lebensräumen sowie von landwirtschaftlichen Flächen. In erster Linie geht wertvolles Kulturland verloren. Die Versiegelung der Oberfläche beeinträchtigt ausserdem den natürlichen Wasserhaushalt. Der Indikator zeigt, wie viel Boden pro Kopf als Siedlungsfläche genutzt wird.
Zwischen den Daten zweier Kantone können Unterschiede von bis zu fünf Jahren bestehen (z.B. Luftaufnahmen des Kantons Genf aus dem Jahr 2004 gegenüber Luftaufnahmen des Kantons Graubündens aus den Jahren 2008 und 2009). Abgesehen davon gibt es keine Vorbehalte gegenüber allfälligen Quervergleichen.

Der Boden ist eine unabdingbare Lebensgrundlage. Er ist eine begrenzte, nicht erneuerbare Ressource – daher ist ein haushälterischer Bodenverbrauch für heutige und zukünftige Generationen essenziell. Während auf globaler Ebene die quantitative und qualitative Reduktion der fruchtbaren Flächen im Vordergrund steht, besteht in den Industrieländern das Hauptproblem in der stetig zunehmenden Überbauung und damit Versiegelung des Bodens. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedürfnisse, wie Mobilität, Freizeit und Wohnen, stehen in Konkurrenz zum Erhalt von naturnahem und landwirtschaftlich wertvollem Boden. Die Erhaltung der Natur und wertvoller Landschaften wird im Zielbereich „Natur und Landschaft“ behandelt.

Letzter Stand: 1637219892