Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2007 Thurgau ]

(Cercle Indicateurs)

Siedlungsabfälle ( Kantone · Umwelt · U6: Rohstoffverbrauch )

Siedlungsabfälle verbrannt plus gesammelte Altstoffe aus Separatsammlungen pro Einwohner/in (ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember) und Jahr.

Nur folgende Altstofffraktionen werden berücksichtigt:
i) Altpapier + Karton (zusammen)
ii) Altglas
iii) Altmetall + Alu + Weissblech (zusammen).

Die Siedlungsabfälle enthalten die aus Haushalten stammenden Abfälle sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung. Die Kategorien der separat gesammelten Abfälle in der gegenwärtigen Definition, sind jene, welche auf kommunaler und kantonaler Ebene am ehesten auf gleiche Art und Weise erfasst werden.
Eine grosse Abfallmenge ist mit einem hohen Rohstoffverbrauch verbunden und bei ihrer Entsorgung entstehen wiederum Schadstoffe. Die Menge der Siedlungsabfälle gibt ein Abbild der Materialmenge, die von den Haushalten und vom Gewerbe verbraucht wird. Der Indikator zur gesamten Menge der Siedlungsabfälle umfasst sowohl den zu verbrennenden Kehricht als auch die separat gesammelten Altstoffe.
Die Bewirtschaftung von urbanen Abfällen ist hauptsächlich Sache der Kantone und der Gemeinden. Es gibt ausserdem keine eidgenössische Empfehlung für die Erfassung dieser Abfälle. Dementsprechend ist die Datenvergleichbarkeit limitiert.

Kontextuelle Angaben
Bei Quervergleichen darf nicht vergessen werden, dass Tourismuskantone sowie Kantone mit positivem Pendlersaldo bei diesem Indikator höhere Werte aufweisen.

Für die nachhaltige Entwicklung ist ein sparsamer Rohstoffverbrauch wichtig. Der sorgsame Umgang mit erneuerbaren und nicht erneuerbaren Materialien und Stoffen ist eine Voraussetzung, um Versorgungs- und Entsorgungsprobleme für die aktuellen und zukünftigen Generationen zu vermeiden. In diesem Sinne sollen Stoffkreisläufe generell geschlossen werden, die Abfallproduktion minimiert und die Verwertung von Altstoffen gefördert werden. Umweltbelastungen, die durch Abfall verursacht werden, sind zu vermeiden. Lebensqualität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollen mit einem sparsamen und effizienten Ressourcenverbrauch erreicht werden.

Letzter Stand: 1637219896