Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2011 Zürich ]

(Cercle Indicateurs)

Einbürgerungen ( Kantone · Gesellschaft · G10: Integration )

Anzahl der vom Bund bewilligten Einbürgerungsgesuche pro Jahr, die von im Kanton wohnhaften Ausländerinnen und Ausländer eingereicht werden, pro 1000 Ausländer/innen (Aufenthalter/innen – inklusive Kurzaufenthalter ≥ 12 Monate – und Niedergelassene), die im Kanton wohnen. Im Kernindikatorwert werden sowohl die ordentlichen als auch die erleichterten Einbürgerungen erfasst sowie die Wiedereinbürgerungen.
Der Erwerb der Schweizer Staatsbürgerschaft ermöglicht Einwohnerinnen und Einwohnern ausländischer Herkunft die volle politische Partizipation. Der Anteil der Eingebürgerten am Total der ausländischen Wohnbevölkerung zeigt somit das Ausmass ihrer politisch-institutionellen Integration. Der Wert des Indikators wird zum einen durch den Einbürgerungswillen der Ausländerinnen und Ausländer und zum anderen durch die Einbürgerungsbereitschaft des Kantons und der Gemeinden bestimmt. Der Indikator gibt keine direkte Auskunft über die kulturelle und sozioökonomische Integration.
Aus Sicht der Daten gibt es keine Vorbehalte gegenüber allfälligen interkantonalen Vergleichen.

Kontextuelle Angaben
Bei den Quervergleichen ist zu beachten, dass die rohe Einbürgerungsziffer teilweise von strukturellen Gründen in Zusammenhang mit der untersuchten Population und deren ungleichen Verteilung in der Schweiz abhängig ist (der Altersaufbau oder die Aufenthaltsdauer der ausländischen Bevölkerung können zwischen zwei Gemeinden oder Kantonen unterschiedlich sein und sich auf die rohe Einbürgerungsziffer auswirken).

Der soziale Zusammenhalt und die Integration aller Personen ins wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben sind grundlegende Anliegen der nachhaltigen Entwicklung. Eine heterogene Gesellschaft begünstigt die individuelle Lebensgestaltung und die Gesellschaft profitiert von einem breiten Erfahrungsspektrum ihrer Mitglieder. Sie bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich: Eine geringe soziale und berufliche Integration erhöht das Risiko von Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit und Kriminalität. Besondere Aufmerksamkeit gilt somit Menschen, die von Isolation und Ausgrenzung betroffen sein können, z. B. Menschen mit einer Behinderung, ältere Menschen, Menschen mit einem geringen Bildungsstand oder Menschen mit Migrationshintergrund. Durch Integration soll allen Personen Chancengleichheit beim Zugang zu den wichtigen Ressourcen in der Gesellschaft ermöglicht werden. Integration ist durch mehrere Komponenten gekennzeichnet: eine ökonomische (genügend finanzielle Ressourcen), eine kulturelle (z. B. die Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation), eine soziale (z. B. ein ausreichendes Beziehungsnetz) und eine institutionelle (z. B. Zugang zu Rechten und Pflichten von Bürgerinnen und Bürgern).

Letzter Stand: 1638453922