Bundesamt für Statistik (BFS)
Monitoring [ Kantone 2015 Appenzell Ausserrhoden ]

(Cercle Indicateurs)

Schwere Gewaltstraftaten ( Kantone · Gesellschaft · G4: Sicherheit )

Anzahl der von der Polizei pro 100'000 Einwohner/innen (ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember) und Jahr registrierten schweren Gewaltstraftaten. Gemäss der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zählen die folgenden strafbaren Handlungen zu den schweren Gewaltdelikten:

- Tötungsdelikte (Art. 111-116 StGB)
- Schwere Körperverletzung (Art. 122 StGB)
- Verstümmelung weiblicher Genitalien (Art. 124 StGB, in Kraft seit 1. Juli 2012)
- Raub (Art. 140 Abs. 4 StGB)
- Geiselnahme (Art. 185 StGB)
- Vergewaltigung (Art. 190 StGB).
Die Anzahl der polizeilich registrierten schweren Gewaltstraftaten weist auf die Sicherheit in der Gesellschaft hin. Gewaltstraftaten, die nicht von der Polizei registriert wurden, werden durch den Indikator nicht erfasst. Bei den schweren Gewaltstraftaten spielt das Anzeigeverhalten jedoch eine geringe Rolle, da durch den Tod oder die notwendige stationäre Behandlung der Opfer die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Polizei die Straftat erfasst. Der Indikator gibt keine direkte Auskunft über das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.
Die Straftaten werden in der Schweiz einheitlich gezählt und definiert. Dies erleichtert die interkantonalen Vergleiche.

Die physische Sicherheit und das subjektive Sicherheitsempfinden sind zentrale gesellschaftliche Grundbedürfnisse. Sie werden unter anderem durch Gewaltverbrechen, Risiken im Verkehr und am Arbeitsplatz sowie durch Naturgefahren bestimmt. Wichtig ist im Sinne der intragenerationellen Solidarität, dass in einer "sicheren" Gesellschaft schwächere Mitglieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, ohne erhöhten Risiken ausgesetzt zu sein.

Letzter Stand: 1638453928